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Ich will dich nicht töten (Dan Wells)

John ist verliebt. Irgendwie. So richtig kann er mit dem Gefühl ja nichts anfangen. Jedenfalls möchte Marci mit ihm ausgehen, sie ist das heißeste Mädchen der Schule und mag ihn ziemlich gerne. Er geht gerne mit ihr aus und verbringt gern Zeit mit ihr. Er findet sie auch attraktiv. Die restlichen Gefühle geben ihm jedoch ein Rätsel auf.
Marci aber akzeptiert ihn mit seinen „Eigenarten“ und sagt ihm auch, er solle sich nicht dafür entschuldigen wie er ist. Ihr Vater ist Polizist und so kommt sie auch an Informationen über den neuen Killer, der in der Stadt sein Unwesen treibt. John ist sich sicher; das ist der Dämon, den er zum Kampf aufgefordert hat.
Gemeinsam mit Marci entwickelt er ein Täterprofil. Jedoch möchte er sie aus allem anderen heraushalten und so wird Mr. Monster wieder jagen.
Gleichzeitig erschüttert eine Reihe von Selbstmorden den Ort. Wieso bringen diese jungen hübschen Mädchen sich alle um? Hängen die Morde mit den Selbstmorden zusammen? Doch es gibt keine erkennbare Verbindung.
Diesmal stellt John sich gleich zwei Killern und zudem noch sich selbst: Denn Mr. Monster ist wieder da und giert nach Blut und Tod.

Dieser Teil der Reihe wirkt teilweise etwas chaotisch – John fehlt sein Therapeut zum reden und Marcy hilft ihm zwar, jedoch reicht es ihm nicht aus. Man merkt, dass er Hilfe sucht. Doch die Menschen um ihn herum verstehen ihn nicht genug, um ihm wirklich eine Hilfe zu sein, besonders da er nicht verraten darf, was er eigentlich tut.
Vor allem gefällt mir, dass er jeden verdächtigt. Jeder könnte der Killer sein, in jedem Körper seiner Freunde und Bekannten könnte er lauern. Er ist misstrauisch und naiv zugleich, was ihn für mich persönlich menschlich erscheinen lässt.
Obwohl er eigentlich kein guter Mensch ist, entwickelt man eine starke Sympathie, da immer wieder genaue Einblicke in seine Psyche gegeben werden. Man versteht sein Denken und Handeln, bekommt einen Bezug zu ihm. Oft denkt man sich auch einfach „Junge, was tust du da?“ – Er ist kein Held. Er ist nicht gut und nicht böse. Aber er ist menschlich, da er trotz seinem Mr. Monster im Inneren, immer wieder entscheidet das Richtige zu tun und sich Mühe gibt.

Nach wie vor eine klare Kaufempfehlung. Diese Reihe sollte jeder gelesen haben. Ein flüssiger Schreibstil, der sich gut in einem Rutsch lesen lässt. Dan Wells hat die Gabe, selbst einen komplizierten Teenager wie John so zu schreiben, dass man ihm ganz einfach in seine Welt folgen kann.

Rezensionen der ganzen Reihe:
Band 1: Ich bin kein Serienkiller
Band 2: Mr. Monster
Band 3: Ich will dich nicht töten

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